AOK warnt: Immer öfter kommt es zu Fadenpilz-Infektionen – WAZ News


Redakteur Lokal
Gelsenkirchen. Krankenkasse berichtet von vermehrten Patienten-Anfragen bei Hautärzten. Es gibt zahlreiche Wege der Übertragung. Das sind die wichtigsten.
Gerötete Flecken, entzündliche Schuppungen und kahle Stellen auf dem Kopf, im Nacken oder im Bart? Das können Hinweise auf eine Fadenpilzerkrankung sein. Zuletzt sollen sich solche Fälle bei Patienten gehäuft haben, die in Arztpraxen vorgesprochen haben. Darauf weist die AOK Nord-West mit Sitz in Gelsenkirchen in einem Bericht hin.
Die Ursachen für den Pilzbefall können unterschiedlich sein, so die Krankenkasse. Ursprünglich waren Infektionen dieser vor allem bei Aktiven der Sportart Ringen bekannt, wo es zu oft zu Hautkontakt mit einer infizierten Person auf der Sportmatte kam. Aber der Fadenpilz kann beispielsweise auch beim Kuscheln übertragen werden – oder wenn Kinder Kopf an Kopf spielen. Auch gemeinsam genutzte Kopfkissen, Handtücher oder Kleidung seien Übertragungswege.
Eine weitere Ansteckungsquelle könnte womöglich auch kontaminierte Haar- oder Barthaarschneideutensilien in Friseurgeschäften sein, die ihre strengen Hygienevorschriften vernachlässigen. Einmal infiziert, können erste Hautveränderungen erst nach einer bis vier Wochen auftreten. „Wer auffällige Hautstellen am Kopf bemerkt, kann zunächst eine hausärztliche Praxis aufsuchen oder sich an einen Facharzt oder eine Fachärztin für Dermatologie wenden“, rät AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.
Immer mehr Menschen lassen sich den Nacken oder die Kopfseiten ausrasieren oder die Barthaare stutzen. Dabei können minimale Verletzungen entstehen, die eine Eintrittspforte für die Pilzsporen bieten. Dieser neuere Übertragungsweg kann eine Erklärung dafür sein, warum überwiegend Kinder und junge Männer über die Symptome einer Pilzinfektion auf der Kopfhaut oder am Hals klagen. Hautärzte beobachten, dass die Infektionszahlen in letzter Zeit zunehmen. Genaue Zahlen zur Verbreitung von Fadenpilzen gibt es aber nicht, so die AOK, da der Pilz nicht meldepflichtig ist.
„Steht fest, dass der Fadenpilz die Ursache für die Beschwerden am Kopf ist, wird je nach Schwere der Infektion ein wirksames Medikament verordnet. Wichtig ist eine konsequente Behandlung, damit der Pilz nicht zurückkehrt“, so AOK-Experte Kock. Da sich Fadenpilze wie alle Pilze in feuchter Umgebung wohlfühlen, halten Betroffene die Kopfhaut am besten trocken – von Sauna- oder Schwimmbadbesuchen ist in der akuten Krankheitsphase abzuraten.
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